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Pressemitteilung vom 09.06.2010

Freistaat Bayern optimiert Bahnangebot rund um Würzburg

Neue Fahrzeuge und bessere Verbindungen in der Hauptverkehrszeit und am Wochenende

München. Schon im Dezember 2009 verbesserte der Freistaat das Bahnangebot im Frühverkehr ab Würzburg Hbf nach Nürnberg. Zum Start der zweiten Betriebsstufe der Mainfrankenbahn folgen im Dezember 2010 weitere umfassende Verbesserungen in der Region Würzburg: Fahrgäste in Unterfranken können sich auf neue, klimatisierte und beschleunigungsstarke Niederflur-Triebzüge nahezu im gesamten Regionalbahnverkehr um Würzburg und auf ein erweitertes Fahrplanangebot insbesondere im Berufsverkehr, am Abend und am Wochenende freuen. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), die den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) im Auftrag des Freistaats Bayern plant, kontrolliert und finanziert, hat den Vertretern der Landkreise und kreisfreien Städte heute im Rahmen einer Regionalkonferenz in Bad Kissingen Einzelheiten der Planungen vorgestellt.

Start der zweiten Betriebsstufe „E-Netz Würzburg“

Den Zuschlag für das Wettbewerbsprojekt „E-Netz Würzburg“ erhielt 2007 die DB Regio AG. Unter dem Namen „Mainfrankenbahn“ wird DB Regio Unterfranken zum Fahrplanwechsel im Dezember 2010 die zweite Betriebsstufe des Ausschreibungsprojekts in Betrieb nehmen. Der Freistaat realisiert mit weiteren umfassenden Fahrplanverbesserungen für den gesamten Regionalbahnverkehr in der Region Würzburg ein attraktives Nahverkehrsangebot, das sowohl den zahlreichen Pendlern als auch dem Ausflugs- und Kulturbesucherverkehr in Mainfranken gerecht wird.
Die alten Wagengarnituren von Würzburg nach Bamberg, Treuchtlingen und über Gemünden ins hessische Schlüchtern werden durch neue klimatisierte und komfortable Elektrotriebzüge Coradia Continental (ET 440) ersetzt. Gleichzeitig wird das Zugangebot insbesondere im Berufsverkehr, am Abend und am Wochenende ausgeweitet. Taktlücken am späten Abend, zum Beispiel zwischen Würzburg und Nürnberg, werden geschlossen, so dass Fahrgäste in dieser wichtigen Verbindung bis Mitternacht von einem Stundentakt profitieren. Zusätzlich finanziert die BEG einen Stundentakt am Wochenende auch zwischen Gemünden und Jossa. An Werktagen können Fahrgäste im engeren Einzugsbereich Würzburgs in der Hauptverkehrszeit bis Schweinfurt, Karlstadt, Kitzingen und Marktbreit sogar im 30-Minuten-Rhythmus fahren.

Neuer Haltepunkt Reichenberg ab Dezember

Zum Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2010 wird an der Strecke Würzburg – Lauda der neue Haltepunkt Reichenberg (Ufr.) in Betrieb genommen. Die Station befindet sich in zentraler Ortslage und ist günstig durch eine neue Fußgängerbrücke angebunden, die die Ortsteile beiderseits der Bahnstrecke verbindet. In Reichenberg werden mit Beginn des neuen Fahrplanjahrs 2011 alle Regionalbahnen halten. Damit bestehen für die Fahrgäste mindestens zweistündlich attraktive umsteigefreie Verbindungen:

  • nach Würzburg mit einer Reisezeit von etwa 10 Minuten und Anschluss an den ICE- und Regionalverkehr in viele Richtungen,
  • nach Lauda mit einer Reisezeit von knapp 40 Minuten und Anschlüssen u. a. nach Tauberbischofsheim – Wertheim – Miltenberg und Bad Mergentheim – Weikersheim – Crailsheim.

Neue Fahrzeuge ab 13. Juni

Der ursprünglich zum Fahrplanwechsel im Dezember 2009 geplante Einsatz der neuen klimatisierten Elektrotriebzüge Coradia Continental (ET 440) auf den Strecken Würzburg – Neustadt (Aisch) – Nürnberg verzögerte sich aufgrund technischer Probleme an den Fahrzeugen sowie der fehlenden Zulassung durch das Eisenbahnbundesamt. Die DB Regio kann die neuen Züge nun bis zum „kleinen Fahrplanwechsel“ am 13. Juni 2010 vollständig in Betrieb nehmen.