München, 3. März 2010. Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG) hat DB Regio erneut aufgefordert, die Qualitätsprobleme auf der Strecke Nürnberg – Schwandorf – Regensburg endgültig zu lösen. Dies betrifft insbesondere den von Schülern stark genutzten Zug (RE 3563) um 7.05 Uhr von Regenstauf nach Regensburg. Aufgrund der teilweise gravierenden Verspätungen konnten zahlreiche Schüler wiederholt ihre Anschlussbusse in Regensburg nicht erreichen. Eltern und örtliche Mandatsträger – wie der Bundestagsabgeordnete Peter Aumer und die Marktgemeinderätin Christina Weilner – hatten sich bereits mehrfach an die BEG und das Wirtschaftsministerium gewandt.
In einem Schreiben an den Vorsitzenden der Regionalleitung fordert die Bayerische Eisenbahngesellschaft die DB Regio auf, unverzüglich Vorkehrungen zu treffen, die einen stabilen Betrieb mit einem ausreichenden Platzangebot zwischen Regenstauf und Regensburg sicherstellen. BEG-Geschäftsführer Fritz Czeschka: „Wenn DB Regio den bestellten Fahrplan nicht in der geforderten Qualität fahren kann, dann muss sie andere Lösungen heranziehen – und zwar auf eigene Rechnung.“ Dies wäre zum Beispiel die planmäßige getrennte Führung der beiden Zugteile von Schwandorf nach Regensburg, wie sie ja auch mehrfach von den politischen Mandatsträgern vor Ort gefordert wurde. Czeschka: “Lösungsversuche, die nicht zu einer endgültigen und nachhaltigen Beseitigung der Qualitätsprobleme führen, können seitens der BEG nicht mehr akzeptiert werden.“
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2009 erreichte der Zug lediglich an zwei Tagen planmäßig Regensburg. Die durchschnittliche Verspätung in Regensburg betrug über zehn Minuten. Auch nach dem Ende der Frostperiode ist keine Besserung erkennbar. So fiel RE 3563 am 25. Februar zwischen Schwandorf und Regensburg aus, in den darauffolgenden Tagen betrug die Verspätung 10 bis 15 Minuten. Auch die seit Anfang Februar geltende Regelung der DB Regio, bei größeren Verspätungen des RE 3563 im Zulauf auf Schwandorf eine Doppeleinheit von Schwandorf nach Regensburg separat fahren zu lassen, brachte nur marginale Verbesserungen, obwohl damit seitens DB Regio eine nachhaltige Verbesserung versprochen wurde.
Die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG)
Im Auftrag des Freistaats plant, finanziert und kontrolliert die BEG den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern. Konzeption und Optimierung von Fahrplänen sowie die Überwachung der Qualität im bayerischen Schienennetz gehören zu den wesentlichen Aufgaben der BEG. Die Aufträge für Verkehrsleistungen werden heute in der Regel in Wettbewerbsverfahren vergeben. Dadurch konnte die BEG in den letzten Jahren nicht nur das Fahrplanangebot, sondern auch die Qualität im bayerischen Schienenpersonennahverkehr wie Pünktlichkeit, Komfort und Fahrgastinformation ständig verbessern. Ziel dieser erfolgreichen Wettbewerbspolitik ist es, auch künftig das SPNV-Angebot und die Qualität in allen bayerischen Regionen kontinuierlich weiterzuentwickeln.


