AUGSBURG. Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember weitet der Freistaat Bayern das Bahnangebot auf der Ammersee- und Paartalbahn erheblich aus. Heute stellten die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), die im Auftrag des Freistaats den Schienenpersonennahverkehr (SPNV) in Bayern plant, finanziert und überwacht, und der Betreiber Bayerische Regiobahn GmbH (BRB) die Fahrplanverbesserungen im Einzelnen vor. Fritz Czeschka, Geschäftsführer der BEG: „Durch die Angebotserweiterung erhält der Regio- Schienen-Takt ab Dezember 2009 eine ganz neue Qualität.“
Ammerseebahn – Angebotsausweitung um 9 Prozent
Mit großem Erfolg und hoher Qualität ist zum Fahrplanwechsel 2008 das neue Betriebskonzept der Bayerischen Eisenbahngesellschaft auf der Strecke Augsburg – Weilheim – Schongau gestartet. Die Fahrgastzahlen sind in einem halben Jahr um fast 15 Prozent gestiegen. Czeschka: „Aufgrund des hohen Zuspruchs der Fahrgäste und der gelungenen Betriebsaufnahme der Bayerischen Regiobahn erweitern wir das Fahrtenangebot zwischen Weilheim und Augsburg nochmals um neun Prozent. Künftig können Fahrgäste auch nachmittags im 30-Minuten-Rhythmus im Berufsverkehr von Augsburg nach Geltendorf fahren, jeweils mit guten Anschlüssen in Mering von und nach München.“ Auch zwischen Weilheim und Geltendorf führt die BEG im Berufsverkehr in beiden Richtungen ebenfalls einen 30-Minuten-Rhythmus ein, insbesondere von 15 bis 20 Uhr jeweils mit guten Anschlussverbindungen in Weilheim und Geltendorf von und nach München. Auf der Gesamtstrecke Augsburg – Geltendorf – Weilheim finanziert der Freistaat ab Fahrplanwechsel einen Stundentakt bis nach Mitternacht. Die letzte Fahrmöglichkeit von München über Geltendorf zum Ammersee ist künftig um 23:51 Uhr ab München Hauptbahnhof. Ebenfalls neu ist ein ICEAnschluss um 23:56 Uhr in Augsburg zum Ammersee und nach Weilheim.
Paartalbahn noch attraktiver
Am 13. Dezember 2009 nimmt die Bayerische Regiobahn den Betrieb auf der Paartalbahn auf. Czeschka erklärt: „Wir weiten auf der Paartalbahn zwischen Augsburg und Ingolstadt das Angebot am Abend und an den Wochenenden deutlich aus. Die Gemeinden an der Paartalbahn werden bis in den späten Abend an den wichtigen Fernverkehrsknoten Ingolstadt angebunden.“ Die Bayerische Eisenbahngesellschaft finanziert zwischen Augsburg und Friedberg künftig ganztags einen 15-Minuten-Rhythmus bis etwa 19.30 Uhr. Gemeinsam mit den Zügen Richtung Ammersee und München verkehrt dann montags bis freitags auf der innerstädtischen Kernstrecke Hauptbahnhof – Haunstetter Straße – Hochzoll etwa alle 7,5 Minuten ein Zug in jede Richtung. Fahrgäste können sich von Montag bis Freitag ganztags bis 20.30 Uhr zwischen Augsburg und Aichach auf einen Halbstundentakt freuen. Nördlich von Aichach gibt es täglich stündliche Fahrmöglichkeiten bis Mitternacht. Damit werden vor allem die Anschlüsse in Ingolstadt von den ICE-Zügen aus Richtung Berlin/Nürnberg zur Paartalbahn verbessert. Die letzten Abfahrten sind künftig gegen Null Uhr in Augsburg Richtung Ingolstadt und gegen 0.22 Uhr in Ingolstadt Richtung Augsburg.
Ingolstadt – Eichstätt
Ab Dezember 2009 löst die Bayerische Regiobahn auch die Verkehre der DB Regio zwischen Eichstätt Bahnhof und Eichstätt Stadt sowie im Berufsverkehr zwischen Eichstätt Stadt und Ingolstadt ab. Hier wird es, trotz der Baustellensituation in Ingolstadt, zu Verbesserungen kommen. Künftig verkehren einzelne Züge im Berufsverkehr umsteigefrei von Eichstätt Stadt bis Ingolstadt Hauptbahnhof. Damit verkürzt sich die Reisezeit um etwa fünf Minuten. Weitere Verbesserungen sind nach Beendigung der Bauarbeiten in Ingolstadt Hauptbahnhof geplant.


