Ein Nutzer des Internetforums der Augsburger Allgemeinen Zeitung behauptet, dass die Bahnstrecke Augsburg – Landsberg (ein Ast der sogenannten Kneipp-Lechfeld-Bahn) ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 auf Busbetrieb umgestellt werden soll. Für die Bayerische Eisenbahngesellschaft mbH (BEG), die den Schienenpersonenverkehr im Freistaat Bayern plant, finanziert und überwacht, entbehrt diese Behauptung jeglicher Grundlage.
Gemäß dem Autor im Forum soll der Betrieb auf dem Streckenabschnitt Bobingen – Kaufering eingestellt und durch Schnellbusse, die über die B 17 fahren, ersetzt werden. „Diese Behauptungen sind absurd“, so der Geschäftsführer der BEG, Fritz Czeschka. „Unser Verkehrsdurchführungsvertrag mit DB Regio läuft bis 2017.“
DB Regio hat nach einer europaweiten Ausschreibung im Auftrag der BEG im Dezember 2007 den Betrieb auf den Strecken Augsburg – Bobingen – Kaufering – Landsberg (Lech) sowie Augsburg – Bobingen – Buchloe – Bad Wörishofen aufgenommen. Während der Vertragslaufzeit sind die Leistungen klar definiert.
Befürchtungen, die BEG wolle Leistungen abbestellen, sind unbegründet. Im Gegenteil, die BEG hat in den letzten Jahren die Verkehrsleistungen in erheblichem Umfang ausgeweitet. So fahren seit der Bahnreform 32 % mehr Züge auf Bayerns Schienen. „Jüngstes Beispiel ist die Rottalbahn, auf der wir das Angebot zum Fahrplanwechsel im Dezember von einem Zwei-Stundenrhythmus auf einen Stundentakt verdichten“, so Czeschka. Er verweist auf die Zeit vor der Bahnreform in den 90er-Jahren, in der regelmäßig Strecken stillgelegt, Züge gestrichen und Arbeitsplätze abgebaut wurden. „Diese Zeiten sind durch die Übernahme der Verantwortung durch den Freistaat vorbei“.
Auch von einem „dramatischen Fahrgasteinbruch“ kann nicht die Rede sein. Entgegen den Behauptungen des Autors im Forum sind die Fahrgastzahlen auf der Kneipp-Lechfeld-Bahn in den letzten Jahren angestiegen.


